Freifunk für Flüchtlinge

Mit Freifunk können einfache Kommunikationszugänge für Flüchtlinge geschaffen werden.

Aus der Community Siegerland heraus konnten bis jetzt bereits versorgt werden:

1 Einrichtung in Burbach
5 Einrichtungen in Siegen
1 Einrichtung in Gummersbach

Weitere Projekte dieser Richtung sind in Arbeit.

Freifunk im Rat der Gemeinde Erndtebrück

Heute (26.08.2015) wurde auf Einladung durch die Gemeinde Erndtebrück Freifunk im Rat vorgestellt. Beispiele, wie Freifunk zur Versorgung von Innenstädten genutzt wird, wurden am Beispiel von Altena, Olpe und Hilchenbach gezeigt. Dazu wurden einige Nodes (Router für Freifunk) beispielhaft gezeigt, technische Voraussetzungen kurz erläutert, Hinweise zu den Kosten von Hardware gegeben und Fragen beantwortet.

FF für Flüchtlinge an der Uni

( by reteP-) ) Mit schneller und unbürokratischer Unterstützung von ZIMT (Zentrum für Informations- und Medientechnologie) und Gebäudemanagement der Uni Siegen wurden am Di 21.07.2015 Freifunk für die in der Universitätsturnhalle untergebrachten Flüchtlinge in Betrieb genommen. Zwei Nodes wurden installiert. Einer deckt den Innenbereich der Halle ab, der andere bringt Freifunk in den Eingangsbereich und vor die Halle.

Ein allgemeiner Bericht zur Situation an der Uni kann hier nachgelesen werden.

Ein nicht unbedeutender Nebeneffekt der deutschlandweite Freifunk-Unterstützung von Flüchtlingsunterkünfte führte unter anderen auch zur Berichterstattung im Spiegel-Online. So wird z.B. die in Deutschland geltende Störerhaftung für die meisten Helfer und Kommunen als erhebliche Hürde gesehen, welche eine Versorgung der Lager mit offenem WLAN verhindert. FF kann hier bisher eine wesentliche Kommunikations-Lücke schließen.

Mailingliste

Seit einigen Tagen existiert sie. Es geht ganz einfach: man schreibt eine leere Mail an siegerland-join@freifunk.net – kein Inhalt, kein Text, kein Betreff! Kurze Zeit später bekommt man eine Mail mit der Aufforderung, diese zu bestätigen. Jetzt braucht der geneigte Interessent nur noch dem Link in der Mail klicken.  Man kann auf der Webseite des“ mailman“ nun einstellen, in welcher Form man z.B. die Liste erhalten möchte. Das Abmelden erfolgt wie oben mit einer leeren Mail an siegerland-leave@freifunk.net. Eine Mail an die Mailingliste sendet man an: siegerland@freifunk.net.

Digitaler Brückenschlag – Freies WLAN in Siegen-Geisweid

07.01.2015 Nasskalt in Siegen – writen by reteP-)

Interessierte Bürger und regionale Mitglieder der Piratenpartei trafen sich heute im alteingesessenen Modeladen Rubertus in der Nähe des Rathauses Geisweid zwecks Einweihung des ersten öffentlichen WLAN-Knotenpunktes. Wilfried Rubertus versorgt somit nun sein Geschäft und Umgebung, sowie die benachbarte Bushaltestelle mit für jedermann freiem und offenem Internetzugang per Wireless Local Area Network.

Der Landtagsabgeordnete Mark „Grumpy“ Olejak von der Piratenpartei Deutschland, welcher für die Übergabe des speziell für diesen Einsatz konfigurierten Routers aus Düsseldorf angereist war, zeigte sich begeistert über die Initiative von Rubertus:

  • „Durch das Engagement der Bürger wird nicht nur eine digitale Vernetzung gefördert, sondern auch das Miteinander in der Gesellschaft wieder stärker in den Fokus gerückt.“

Rubertus erhofft sich ein schnelles Wachstum des Freifunk-Netzes in Geisweid:

  • „Ich wünsche mir, dass auch andere Geschäftsinhaber, Hausbesitzer und Bürger die Idee von offenem WLAN unterstützen, indem sie selber Geräte aufstellen. Für mich war das ganz einfach; die Freifunker hier vor Ort haben sich um die gesamte Technik gekümmert und keine 10 Minuten später hatte ich Freifunk.“

Anschließend beantworteten die lokalen Freifunker offen und kompetent die zahlreichen Fragen der anwesenden Bürger. Diese erfuhren dabei u.a. Details über eine kurz zuvor eingerichtete 1,3 Km lange Funkverbindung der Freifunker vom Heckenberg in Geisweid zum Haardter Berg in Weidenau.

Ein Ziel des Freifunk-Projektes ist es, die Bürger unterwegs mit kostenlosem Internet per WLAN zu versorgen. Die Mitstreiter der Initiative stellen dazu handelsübliche Router mit für den Freifunk angepasster Software in ihren Wohnungen, Geschäften und anderen Standorten auf.

Üblicherweise offerierten in der Vergangenheit vor allem Gastronomen und Hoteliers ihren Gästen einen Internet-Zugang, mussten jedoch in diesem Fall immer mit der in Deutschland üblichen „Störerhaftung“ rechnen. Der Vorteil beim Betrieb eines Freifunk-Routers besteht darin, dass er den über ihn laufenden Datenverkehr vom hauseigenen Internetzugang des Inhabers trennt und verschlüsselt zum Freifunk Rheinland e.V. überträgt. Hierdurch entfällt die Haftung des diesbezüglichen Datentransfers für den Betreiber.

Aktivitäten der Freifunker und weitere Informationen finden sie unter www.freifunk-siegerland.de.

Bildunterschrift:  W. Rubertus (1. v.r.), Mark „Grumpy“ Olejak (3. v.r.)