Aus dem Maschinenraum: Softwareupdate 2015-09-18

JJX teilt am 18.09.2015 mit:

„Der Betatest für die Firmware 15.09 lief ganz erfolgreich, daher rollen
wir in den nächsten Nächten die Firmware für alle Fichtenfunkrouter aus.

Wir sind dann auf Gluon 2015.1.2

Mehr zu Gluon findet ihr hier:
https://gluon.readthedocs.org/en/v2015.1.2/

Unsere Configs hier:
https://github.com/freifunk-mk/ff-sites

Und bei Fragen, Problemen und Ideen darf gern hier diskutiert werden:
https://forum.freifunk.net/c/technik/fichtenfunk

Liebe Grüße
Euer Fichtenfunk Admin Team
Lingling, Limlug und JJX“

Nach unseren Erfahrungen läuft das Softwareupdate in den allermeisten Fällen automatisch ohne Probleme. Voraussetzung ist, dass man in der Konfiguration das automatische Softwareupdate aktiviert hat. Dies ist in der Standardeinstellung allerdings immer der Fall, muss also nicht extra eingestellt werden. Wer aber Probleme mit seinem Router / Node bei der Umstellung vermutet, wende sich am besten zwecks Hilfestellung über unsere Liste  an die Community.

Terminhinweis: Freifunk-Vortrag am 01.10.2015

Hasi-Talk: JJX über „Freifunk – Behind the scenes“

Ein Vortrag über die Router-Firmware Gluon, Supernodes, Tunneling (fastd), Routing (Batman), Monitoring (Alfred), Backbone-Anbindung (gre) und vieles mehr! Keine Anmeldung nötig…

Wann?

Donnerstag, 01. 10. 2015, 20:30 Uhr

Wo?

Hackspace Siegen, Effertsufer 104, 57072 Siegen, NRW, Deutschland, Europa (Terra), Sol-System – bzw. hier :o)

Freifunk und Hybrid-Internetanschlüsse

Seit einiger Zeit geht Freifunk erfreulicherweise in die Fläche, also aufs „Land“. Leider ist dort die Versorgung mit Internet per Kabel oft noch sehr schmalbandig. D.h. der Teilnehmer bekommt dort per Kabel via DSL „nur“ z.B. 6 Mbit/s (oft auch deutlich weniger) angeboten. Deshalb gehen Telekommunikationsunternehmen in letzter Zeit dazu über, sogenannte Hybridanschlüsse für den Internetzugang zu vermarkten. Technisch wird dieser Anschluss so realisiert, dass ein Teil der Daten über das vorhandene Festnetz-DSL läuft und der Anteil, der dort nicht mehr „hineinpasst“ über eine Mobilfunkverbindung transportiert wird. Dieses Vorgehen ist für die übliche Internetnutzung ohne Belang. Für den Betrieb sieht man nur eine z.B. 16 Mbit/s Internetleitung. Allerdings macht diese Vorgehensweise bei einigen Diensten erhebliche Probleme. So funktionieren viele VPN-Tunnel, ssh, Streaming und auch Freifunk nicht zuverlässig über diese Hybridlösung.

Dazu müssen wir folgenden Hinweis geben:

Bei Freifunk (FF) wird ein verschlüsselter VPN-Tunnel durch den FF-Router hergestellt. Dieser VPN-Tunnel ist aber aus technischen Gründen (u.a. Paketgrößen und Laufzeiten) derzeit nach unserer Praxiserfahrung nur über eine feste DSL-Leitung störungsfrei und dauerhaft betreibbar. Für Freifunk steht also leider nur der „Festnetzanteil“ an Bandbreite eines Hybridanschlusses zur Verfügung. Damit das zuverlässig funktioniert, muss der Freifunkrouter im Hybridrouter (z.B. Speedport der Telekom ) in die Liste der Geräte eingetragen werden, die ausschließlich immer nur über die DSL-Drahtverbindung ins Internet gehen sollen.

Freifunk für Flüchtlinge

Mit Freifunk können einfache Kommunikationszugänge für Flüchtlinge geschaffen werden.

Aus der Community Siegerland heraus konnten bis jetzt bereits versorgt werden:

1 Einrichtung in Burbach
5 Einrichtungen in Siegen
1 Einrichtung in Gummersbach

Weitere Projekte dieser Richtung sind in Arbeit.

Freifunk im Rat der Gemeinde Erndtebrück

Heute (26.08.2015) wurde auf Einladung durch die Gemeinde Erndtebrück Freifunk im Rat vorgestellt. Beispiele, wie Freifunk zur Versorgung von Innenstädten genutzt wird, wurden am Beispiel von Altena, Olpe und Hilchenbach gezeigt. Dazu wurden einige Nodes (Router für Freifunk) beispielhaft gezeigt, technische Voraussetzungen kurz erläutert, Hinweise zu den Kosten von Hardware gegeben und Fragen beantwortet.

FF für Flüchtlinge an der Uni

( by reteP-) ) Mit schneller und unbürokratischer Unterstützung von ZIMT (Zentrum für Informations- und Medientechnologie) und Gebäudemanagement der Uni Siegen wurden am Di 21.07.2015 Freifunk für die in der Universitätsturnhalle untergebrachten Flüchtlinge in Betrieb genommen. Zwei Nodes wurden installiert. Einer deckt den Innenbereich der Halle ab, der andere bringt Freifunk in den Eingangsbereich und vor die Halle.

Ein allgemeiner Bericht zur Situation an der Uni kann hier nachgelesen werden.

Ein nicht unbedeutender Nebeneffekt der deutschlandweite Freifunk-Unterstützung von Flüchtlingsunterkünfte führte unter anderen auch zur Berichterstattung im Spiegel-Online. So wird z.B. die in Deutschland geltende Störerhaftung für die meisten Helfer und Kommunen als erhebliche Hürde gesehen, welche eine Versorgung der Lager mit offenem WLAN verhindert. FF kann hier bisher eine wesentliche Kommunikations-Lücke schließen.

Mailingliste

Seit einigen Tagen existiert sie. Es geht ganz einfach: man schreibt eine leere Mail an siegerland-join@freifunk.net – kein Inhalt, kein Text, kein Betreff! Kurze Zeit später bekommt man eine Mail mit der Aufforderung, diese zu bestätigen. Jetzt braucht der geneigte Interessent nur noch dem Link in der Mail klicken.  Man kann auf der Webseite des“ mailman“ nun einstellen, in welcher Form man z.B. die Liste erhalten möchte. Das Abmelden erfolgt wie oben mit einer leeren Mail an siegerland-leave@freifunk.net. Eine Mail an die Mailingliste sendet man an: siegerland@freifunk.net.

Digitaler Brückenschlag – Freies WLAN in Siegen-Geisweid

07.01.2015 Nasskalt in Siegen – writen by reteP-)

Interessierte Bürger und regionale Mitglieder der Piratenpartei trafen sich heute im alteingesessenen Modeladen Rubertus in der Nähe des Rathauses Geisweid zwecks Einweihung des ersten öffentlichen WLAN-Knotenpunktes. Wilfried Rubertus versorgt somit nun sein Geschäft und Umgebung, sowie die benachbarte Bushaltestelle mit für jedermann freiem und offenem Internetzugang per Wireless Local Area Network.

Der Landtagsabgeordnete Mark „Grumpy“ Olejak von der Piratenpartei Deutschland, welcher für die Übergabe des speziell für diesen Einsatz konfigurierten Routers aus Düsseldorf angereist war, zeigte sich begeistert über die Initiative von Rubertus:

  • „Durch das Engagement der Bürger wird nicht nur eine digitale Vernetzung gefördert, sondern auch das Miteinander in der Gesellschaft wieder stärker in den Fokus gerückt.“

Rubertus erhofft sich ein schnelles Wachstum des Freifunk-Netzes in Geisweid:

  • „Ich wünsche mir, dass auch andere Geschäftsinhaber, Hausbesitzer und Bürger die Idee von offenem WLAN unterstützen, indem sie selber Geräte aufstellen. Für mich war das ganz einfach; die Freifunker hier vor Ort haben sich um die gesamte Technik gekümmert und keine 10 Minuten später hatte ich Freifunk.“

Anschließend beantworteten die lokalen Freifunker offen und kompetent die zahlreichen Fragen der anwesenden Bürger. Diese erfuhren dabei u.a. Details über eine kurz zuvor eingerichtete 1,3 Km lange Funkverbindung der Freifunker vom Heckenberg in Geisweid zum Haardter Berg in Weidenau.

Ein Ziel des Freifunk-Projektes ist es, die Bürger unterwegs mit kostenlosem Internet per WLAN zu versorgen. Die Mitstreiter der Initiative stellen dazu handelsübliche Router mit für den Freifunk angepasster Software in ihren Wohnungen, Geschäften und anderen Standorten auf.

Üblicherweise offerierten in der Vergangenheit vor allem Gastronomen und Hoteliers ihren Gästen einen Internet-Zugang, mussten jedoch in diesem Fall immer mit der in Deutschland üblichen „Störerhaftung“ rechnen. Der Vorteil beim Betrieb eines Freifunk-Routers besteht darin, dass er den über ihn laufenden Datenverkehr vom hauseigenen Internetzugang des Inhabers trennt und verschlüsselt zum Freifunk Rheinland e.V. überträgt. Hierdurch entfällt die Haftung des diesbezüglichen Datentransfers für den Betreiber.

Aktivitäten der Freifunker und weitere Informationen finden sie unter www.freifunk-siegerland.de.

Bildunterschrift:  W. Rubertus (1. v.r.), Mark „Grumpy“ Olejak (3. v.r.)